Daniel Wein vom TSV 1860 im Interview mit der Gerner Kampfsau

Daniel Wein vom TSV 1860 im Interview mit der Gerner Kampfsau

Gerner Kampfsau (GK):

Servus Daniel, vielen Dank, dass du dich für ein Interview zur Verfügung stellst.

Zuerst müssen wir uns natürlich den Löwen widmen. Du wurdest ja eigentlich bei den Bayern ausgebildet.

Wie kam es, dass du aus Wiesbaden zu den Löwen gewechselt bist? Und war das für dich ein Problem, dass es die andere Straßenseite wurde?

Daniel Wein (DW):

Der Kontakt kam über gemeinsame Freunde meiner Eltern und meinen Trainer Herrn Bierofka zustande. Die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich schon von klein auf Sechzig-Fan bin. Und als sich diese Möglichkeit dann ergeben hat und ich dadurch auch wieder in meine Heimatstadt wechseln konnte, war für mich sofort klar, dass ich diese Chance ergreife. Deswegen ist es natürlich überhaupt kein Problem, jetzt wieder auf der anderen Seite zu spielen. Ganz im Gegenteil: Ich bin endlich wieder beim richtigen Verein.

GK:

Wie beurteilst du den bisherigen Saisonverlauf? Bei Sechzig ist ja sogar im Aufstiegsjahr der Anspruch hoch. Wo siehst du euch zum Saisonende?

DW:

Vom bisherigen Saisonverlauf bin ich eigentlich nicht überrascht. Es war klar, dass für uns als Aufsteiger in dieser engen Liga nicht gleich von Anfang an alles perfekt funktioniert. Aber wir hatten bis auf in oder zwei Spiele eigentlich in jedem Spiel die Chance zu gewinnen. Deswegen denke ich, dass wir eine gute Saison spielen werden, wenn wir es schaffen, noch mehr Konstanz in unsere Leistungen zu bekommen.

GK:

Du hast ja bereits einige Positionen gespielt. Wo siehst du dich am liebsten?

DW:

Ich habe bei 60 bis jetzt auf der Sechs und als Vier gespielt. Beide Positionen haben ihre Vor- und Nachteile. Aber ich spiele beides gerne.

GK:

Du bist sehr schnell zur Stammkraft in Bieros Team geworden. Wie siehst du vor dieser Entwicklung deine persönliche Karriere? Traust du dir den Sprung in Liga zwei zu?

DW:

Ich traue mir die zweite Liga auf jeden Fall zu und hoffe, dass ich dieses Ziel mit 60 irgendwann erreichen werde.

GK:

Nun aber noch zur FT Gern. Dein Vater war hier Jugendtrainer, Dein Bruder Dominik ist Spieler und U17-Jugend-Trainer. Eine familiäre Bindung zur FT Gern ist also definitiv da. Wie ist deine Beziehung zur FT Gern?

DW:

Durch meinen Papa und meinen Bruder bin ich schon relativ viel mit der FT Gern in Kontakt gekommen. Als mein Vater damals Trainer von meinem Bruder in der B-Jugend war, habe ich sogar mindestens einmal die Woche dort mittrainiert und natürlich auch regelmäßig die Spiele am Wochenende verfolgt. Noch heute gehe ich, wenn wir mal trainingsfrei haben, ab und zu mit ein paar Freunden auf den Kunstrasenplatz und schiebe Extraschichten. Das sollte der Helli (der Vereinswirt) jetzt aber nicht unbedingt erfahren, denn der hat uns schon oft genug erwischt und dann weggeschickt. Außerdem habe ich dadurch auch ein paar sehr gute Freunde gefunden, mit denen ich heute noch viel Zeit verbringe. Unter anderem den Günes aus eurer Ersten.

GK:

Werden wir dich mal im blau-schwarzen Trikot sehen? Oder eher als Jugendtrainer?

DW:

Ob ich jemals das Trikot tragen werde, weiß ich jetzt noch nicht. Vorstellen könnte ich es mir als Karriereabschluss aber definitiv.

GK:

Welcher Satz geht dir beim Gedanken an die FT Gern zuerst durch den Kopf?

DW:

Ein Satz fällt mir jetzt nicht ein. Aber ich fahre auf dem Weg zum Training jeden Tag an dem Platz vorbei. Auch wenn ich nie selbst da gespielt habe, verbinde ich sehr viele positive Momente mit dem Verein und den Leuten dort.

GK:

Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Dir vor allem eine verletzungsfreie Zeit und viel Erfolg mit den Löwen!

DW:

Kein Problem. Vielen Dank!